Schlangenringe an einer Fliegenrute richtig montieren

Schlangenringe an einer Fliegenrute richtig montieren

Schlangenringe an einer Fliegenrute richtig montieren

Ein sauber montierter Schlangenring an einer Fliegenrute fällt am fertigen Blank kaum auf.

Und genau so sollte es sein.

Er soll die Fliegenschnur führen, möglichst wenig zusätzliches Gewicht auf den Blank bringen und der Aktion der Rute erlauben, so frei wie möglich zu arbeiten.

Erst wenn man eine Fliegenrute selbst baut, merkt man, wie viel Sorgfalt hinter dieser scheinbar einfachen Komponente steckt.

Ein Ringfuß, der nicht sauber aufliegt. Eine Wicklung, die unnötig lang geworden ist. Ein Ring, der wenige Millimeter aus der Achse läuft.

Auf der Werkbank wirken solche Abweichungen klein.

Bei einer hochwertigen Custom Fliegenrute entscheidet aber genau diese Präzision darüber, ob der fertige Aufbau ruhig, harmonisch und professionell wirkt.

Wer Schlangenringe an einer Fliegenrute montieren möchte, arbeitet deshalb nicht einfach Ring für Ring ab.

Entscheidend sind:

  • die richtige Ringgröße
  • eine sinnvolle Ringverteilung
  • sauber vorbereitete Ringfüße
  • eine gerade Beringungsachse
  • gleichmäßige Wicklungen
  • möglichst wenig zusätzliches Gewicht
  • und ein kontrollierter Lackauftrag

Warum Schlangenringe bei Fliegenruten so gut funktionieren

Klassische Schlangenringe – Snake Guides – gehören seit Jahrzehnten zu den bewährtesten Ringen im Fliegenrutenbau.

Ihre Konstruktion ist ebenso einfach wie effektiv.

Der Draht verläuft in einer leicht geschwungenen Form zwischen zwei Ringfüßen. Dadurch entsteht eine relativ große Öffnung für die Fliegenschnur, während das Gesamtgewicht des Rings sehr niedrig bleibt.

Genau das ist bei einer Fliegenrute entscheidend.

Denn insbesondere im oberen Drittel des Blanks wirkt jedes zusätzliche Gramm auf:

Rückstellverhalten, Schwingungsverhalten und das subjektive Gefühl der Rute.

Deshalb passen leichte Schlangenringe hervorragend zu:

Trockenfliegenruten,

klassischen Forellenruten,

Smallstream-Ruten,

Glasfaser-Fliegenruten,

und vielen universellen Carbon-Fliegenruten.

Bei kräftigen Streamer-, Küsten- oder Salzwasserruten können entsprechend größere Ringgrößen und widerstandsfähigere Materialien sinnvoll sein.

Das Grundprinzip bleibt aber gleich:

So viel Ring wie nötig – so wenig Masse wie möglich.

SnakeBrand Schlangenringe – besonders interessant für hochwertige Custom Builds

Wer eine hochwertige Fliegenrute aufbauen möchte, stößt schnell auf SnakeBrand Ringe.

Die SnakeBrand Universal Snake Guides werden aus hochwertigem Edelstahl gefertigt und besitzen speziell vorgeformte Ringfüße.

Der große Vorteil beim Rutenbau:

Die Füße sind bereits gleich lang, laufen konisch aus und sind so geformt, dass sie sich sehr gut an die Rundung eines Fliegenrutenblanks anlegen.

Dadurch reduziert sich die sonst häufig notwendige Nacharbeit durch:

Feilen,

Schleifen,

Biegen,

und Anpassen der Ringfüße.

Gerade bei einem hochwertigen Custom-Aufbau spart das nicht nur Zeit, sondern hilft auch dabei, eine gleichmäßige und saubere Basis für die Ringwicklungen zu erhalten. citeturn793592search6

SnakeBrand ist deshalb besonders interessant, wenn geringes Gewicht, saubere Verarbeitung und möglichst wenig Nacharbeit im Vordergrund stehen.

Wichtig bei der Materialauswahl: Die Black-Nickel-Ausführung ist laut Produktbeschreibung nicht unbedingt für dauerhaften Salzwassereinsatz vorgesehen. Für eine reine Salzwasserrute sollte die Oberfläche deshalb gezielt passend zum Einsatz ausgewählt werden. citeturn793592search6

Schlangenringe oder Einstegringe?

Eine moderne Fliegenrute muss nicht zwangsläufig mit klassischen Snake Guides aufgebaut werden.

Einstegringe – Single Foot Guides – sind eine interessante Alternative.

Sie besitzen nur einen Ringfuß und benötigen dadurch lediglich eine Wicklung pro Ring.

Das kann Gewicht bei Garn und Lack einsparen und sorgt gleichzeitig für einen sehr modernen, reduzierten Look.

Gerade für:

leichte Carbonblanks,

moderne Nymphingruten,

technisch orientierte Custom Rods,

oder minimalistische Fliegenrutenaufbauten

kann ein Einstegring-Konzept sehr interessant sein.

Seaguide Lightwire Einstegringe – leicht und modern

Bei MB-Customrods findest du beispielsweise Seaguide Lightwire Einstegringe in verschiedenen Oberflächen wie Black, Gunsmoke, Silber oder Irised Adaman. citeturn687291search0

Ihr Vorteil liegt vor allem im leichten Single-Foot-Konzept.

Da pro Ring nur ein Fuß gewickelt und lackiert werden muss, lässt sich ein sehr reduzierter Aufbau realisieren.

Das ist insbesondere im oberen Bereich einer Fliegenrute interessant, wo unnötige Masse möglichst vermieden werden sollte.

Zusätzlich erlauben die unterschiedlichen Oberflächen eine gute optische Abstimmung auf Blank, Rollenhalter und Wickelgarn.

Damit sind die Seaguide Lightwire Ringe eine interessante Alternative für Rutenbauer, die eine moderne, leichte Beringung suchen und gleichzeitig das Budget des gesamten Builds im Auge behalten möchten. citeturn687291search0

Schlangenringe an der Fliegenrute montieren: Zuerst die Ringverteilung planen

Bevor der erste Ring auf den Blank kommt, sollte das komplette Beringungskonzept der Fliegenrute feststehen.

Viele Blankhersteller liefern dafür eine sogenannte Guide Spacing Chart, also eine Empfehlung für Ringgrößen und Ringabstände.

Diese Angaben sind ein hervorragender Ausgangspunkt.

Auch bei MB-Customrods findest du Beringungspläne für unterschiedliche Fliegenrutenlängen und Schnurklassen.

Dort werden beispielsweise für verschiedene Carbon-Fliegenruten konkrete Ringgrößen und Abstände angegeben. citeturn793592search3

Eine solche Tabelle sollte allerdings nicht vollkommen blind übernommen werden.

Blankaktion, Rutenteilung, verwendete Ringtypen und der geplante Einsatz können leichte Anpassungen sinnvoll machen.

Erst alle Ringe auslegen

Lege zunächst alle vorgesehenen Ringe in ihrer späteren Reihenfolge neben dem Blank aus.

Bei einer klassischen Fliegenrute besteht die Beringung typischerweise aus:

Spitzenring / Tip Top

Schlangenringen oder Einstegringen / Running Guides

Stripping Guide bzw. Leitring

und bei kräftigeren Ruten eventuell einem zweiten Stripping Guide.

Kontrolliere jetzt die Größenabstufung.

Die Ringe werden Richtung Spitze in der Regel kleiner.

Die Abstufung sollte dabei sinnvoll und harmonisch erfolgen, ohne unnötig große Sprünge zwischen einzelnen Ringgrößen.

Steckverbindungen bei mehrteiligen Fliegenruten berücksichtigen

Die meisten modernen Fliegenruten sind drei-, vier- oder fünfgeteilt.

Dadurch entstehen Ferrulen bzw. Überschubverbindungen, die bei der Planung der Ringpositionen berücksichtigt werden müssen.

Ein Ring sollte nicht so positioniert werden, dass seine Wicklung direkt in einen kritischen Bereich der Steckverbindung hineinläuft.

Gleichzeitig sollte die Ringverteilung nicht allein deshalb unharmonisch werden, weil unbedingt ein bestimmter Abstand zur Ferrule eingehalten werden soll.

Deshalb gilt:

Erst das gesamte System betrachten.

Blank.

Ferrulen.

Ringverteilung.

Biegekurve.

Schnurführung.

Spine oder gerade Blankachse?

Beim traditionellen Rutenbau wird häufig empfohlen, zunächst den Spine des Blanks zu bestimmen.

Der Spine beschreibt vereinfacht eine bevorzugte Biege- beziehungsweise Rollrichtung, die durch Materialüberlappungen und Fertigung entstehen kann.

Bei modernen hochwertigen Carbonblanks ist dieser Effekt jedoch häufig deutlich geringer ausgeprägt als bei älteren Blanks.

Für einen sauberen Custom-Aufbau ist deshalb oft etwas anderes mindestens genauso wichtig:

die geradeste optische Achse des Blanks.

Ein Blank kann minimal gekrümmt sein.

Deshalb sollte zunächst geprüft werden, in welcher Orientierung die komplette Rute möglichst gerade erscheint.

An dieser Referenzlinie können anschließend:

Rollenhalter,

Griff,

Stripping Guide,

Running Guides,

und Spitzenring

sauber ausgerichtet werden.

Das Ergebnis sollte vor allem eines sein:

Eine Fliegenrute, die von Butt bis Tip optisch ruhig und gerade aufgebaut ist.

Ringfüße kontrollieren

Bevor ein Schlangenring auf den Blank gebunden wird, sollte jeder Ringfuß kontrolliert werden.

Der Fuß sollte:

flach auf dem Blank aufliegen,

keine scharfen Kanten besitzen,

und an der Vorderseite möglichst weich auslaufen.

Warum?

Weil das Wickelgarn später vom Blank auf den Ringfuß steigen muss.

Ist dort eine ausgeprägte Stufe vorhanden, kann das Garn:

abrutschen,

Lücken bilden,

oder sich unsauber übereinanderlegen.

Ringfüße vorsichtig vorbereiten

Bei günstigen oder weniger stark vorgeformten Ringen kann deshalb etwas Nacharbeit notwendig sein.

Hierfür eignen sich beispielsweise:

eine feine Diamantfeile,

ein sehr feiner Schleifstein,

oder entsprechendes Rutenbauwerkzeug.

Dabei wird ausschließlich der vordere Übergang des Ringfußes vorsichtig geglättet.

Nicht unnötig viel Material entfernen.

Und insbesondere bei beschichteten Ringen sollte so wenig wie möglich in die Oberfläche eingegriffen werden.

Genau hier zeigen hochwertige Komponenten ihren Vorteil.

Die bereits stark vorgeformten Füße der SnakeBrand Universal Guides reduzieren den Aufwand beim Anpassen deutlich. citeturn793592search6

Prüfen, ob der Ring sauber aufliegt

Lege jeden Ring einmal ohne Tape auf den Blank.

Beide Füße sollten sauber anliegen.

Wackelt der Ring oder steht ein Fuß sichtbar hoch, sollte er vorsichtig korrigiert werden.

Dabei niemals unnötig am Ringbogen herumhebeln.

Kleine Anpassungen am Fuß sind vollkommen normal.

Ein deutlich deformierter Ring sollte dagegen besser ersetzt werden.

Bei einer hochwertigen Custom Rod lohnt es sich nicht, einen fehlerhaften Ring „irgendwie passend“ zu machen.

Ringe provisorisch auf dem Blank fixieren

Wenn Ringgrößen, Ringpositionen und Ringfüße stimmen, werden die Ringe zunächst provisorisch befestigt.

Dafür eignen sich:

schmale Streifen Masking Tape,

spezielle Guide-Foot-Gummis,

oder andere geeignete Rutenbauhilfen.

Wichtig ist:

Die spätere Wickelfläche sollte möglichst frei bleiben.

Das Tape sitzt deshalb nur so weit auf dem Ring, dass dieser gerade sicher gehalten wird.

Schlangenringe haben keine zwingende Vorwärtsrichtung

Bei klassischen symmetrischen Schlangenringen gibt es normalerweise keine funktionale „Vorderseite“, die zwingend Richtung Rutenspitze zeigen muss.

Wichtiger ist:

Beide Füße liegen sauber auf.

Der Ring ist nicht verdreht.

Und die gesamte Beringung läuft exakt auf einer Linie.

Gerade bei modernen Universal-Snake-Guides mit symmetrischer Konstruktion sollte deshalb die saubere Ausrichtung wichtiger sein als eine vermeintliche Laufrichtung.

Die wichtigste Kontrolle: Blick entlang des Blanks

Jetzt kommt einer der einfachsten und gleichzeitig wichtigsten Arbeitsschritte im gesamten Fliegenrutenbau.

Halte das Rutenteil auf Augenhöhe.

Schaue entlang des Blanks.

Alle Ringzentren sollten eine möglichst gerade Linie bilden.

Ein Ring, der seitlich nur leicht versetzt sitzt, fällt aus dieser Perspektive sofort auf.

Diesen Blick solltest du während des Aufbaus immer wiederholen.

Nicht erst am Ende.

Ringverteilung unter Belastung prüfen

Bevor endgültig gewickelt wird, lohnt sich eine Static Deflection Prüfung.

Dazu wird die komplette Fliegenrute montiert, die Schnur durch die Ringe geführt und der Blank vorsichtig unter kontrollierte Belastung gebracht.

Jetzt lässt sich beobachten, wie die Schnur der Biegekurve folgt.

Ziel ist eine harmonische Last- und Schnurführung ohne auffällige große Winkel zwischen einzelnen Ringen.

Dass die Schnur unter hoher Belastung stellenweise näher am Blank verläuft oder ihn sogar leicht berührt, ist dabei nicht automatisch ein Fehler.

Wichtiger ist die gleichmäßige Verteilung entlang des arbeitenden Blanks.

Welches Wickelgarn für Schlangenringe?

Für die meisten Einhand-Fliegenruten ist Wickelgarn der Größe A ein hervorragender Ausgangspunkt.

Es ist fein genug für elegante Wicklungen und gleichzeitig angenehm zu verarbeiten.

Bei sehr filigranen Ruten kann noch feineres Garn verwendet werden.

Bei kräftigen Salzwasser-, Spey- oder Switch-Ruten können andere Garnstärken sinnvoll sein.

Entscheidend ist aber nicht allein die Garnstärke.

Auch die Länge der Wicklung beeinflusst Gewicht und Optik.

So kurz wie sinnvoll wickeln

Eine hochwertige Fliegenrute benötigt keine überdimensionierten Ringwicklungen.

Die Wicklung muss den Ringfuß zuverlässig sichern.

Mehr nicht.

Gerade im Spitzenbereich gilt:

Jeder zusätzliche Millimeter Garn benötigt später auch zusätzlichen Rutenbaulack.

Und jede zusätzliche Lackmasse sitzt genau dort, wo man sie eigentlich vermeiden möchte.

Eine einzelne etwas zu lange Wicklung wird eine Rute nicht ruinieren.

Aber zehn unnötig große Wicklungen summieren sich.

Das macht sich insbesondere bei ultraleichten Blanks bemerkbar.

Wicklung sauber beginnen

Beginne einige Millimeter vor dem Ringfuß.

Sichere das Wickelgarn mit wenigen Windungen und arbeite anschließend gleichmäßig Richtung Ring.

Der Fadenzug sollte konstant sein.

Nicht locker.

Aber auch nicht mit maximaler Spannung.

Die Wicklung soll den Ring sicher halten, ohne unnötige Spannung in den Aufbau zu bringen.

Sobald das Garn den angeschrägten Ringfuß erreicht, sollte es möglichst gleichmäßig aufsteigen.

Genau deshalb lohnt sich die sorgfältige Vorbereitung des Ringfußes.

Jede Windung sollte sauber anliegen

Beim Wickeln sollte jede Garnwindung direkt neben der vorherigen liegen.

Keine Überkreuzungen.

Keine sichtbaren Lücken.

Kleine Unregelmäßigkeiten können mit einem Burnishing Tool bzw. Garnandrücker korrigiert werden.

Dazu die Windungen vorsichtig zusammenschieben.

Kein scharfkantiges Werkzeug verwenden.

Der Blank und insbesondere dünnwandige Spitzenbereiche sollten nicht unnötig mechanisch belastet werden.

Die Finish-Schlaufe rechtzeitig einlegen

Etwa sechs bis acht Windungen vor dem Ende der Wicklung wird eine kleine Zugschlaufe eingelegt.

Anschließend werden die letzten Windungen darüber gelegt.

Das Garn wird abgeschnitten, durch die Schlaufe geführt und unter die Wicklung gezogen.

Danach den überstehenden Faden möglichst sauber und bündig abschneiden.

Eine frische, sehr scharfe Klinge hilft dabei enorm.

Vor dem Lackieren kommt die wichtigste Kontrolle

Wenn alle Schlangenringe gebunden sind, ist die Fliegenrute noch nicht fertig für den Lack.

Jetzt wird erneut kontrolliert.

Und zwar gründlich.

Baue alle Rutenteile zusammen.

Schau vom Rollenhalter Richtung Spitze.

Drehe die Rute.

Betrachte sie von mehreren Seiten.

Jeder Ring muss in einer gemeinsamen Achse liegen.

Ein gebundener Ring lässt sich jetzt meist noch minimal korrigieren.

Nach dem Lackieren ist diese Möglichkeit praktisch vorbei.

Jetzt sind fünf zusätzliche Minuten Kontrolle besser als fünf Jahre Ärger über einen schiefen Ring.

Stripping Guides nicht vergessen

Bei der Diskussion über Schlangenringe geraten die größeren Leitringe manchmal etwas in den Hintergrund.

Der Stripping Guide ist jedoch ein wichtiger Bestandteil des gesamten Beringungskonzepts.

Er nimmt die Fliegenschnur zunächst vom Rollen- und Griffbereich auf und führt sie in Richtung der kleineren Running Guides.

Bei kräftigeren Fliegenruten werden häufig zwei Stripping Guides eingesetzt.

Größe und Position sollten deshalb mit den nachfolgenden Schlangen- oder Einstegringen harmonieren.

Der Spitzenring – klein, aber entscheidend

Der Tip Top bzw. Spitzenring bildet den Abschluss der Beringung.

Er sollte hinsichtlich Durchmesser zum verwendeten Ringsatz passen.

Noch wichtiger ist aber der richtige Tubendurchmesser.

Der Spitzenring muss sauber auf die Blankspitze passen.

SnakeBrand bietet beispielsweise passende Tip Tops für Fliegenruten in unterschiedlichen Tubendurchmessern an. citeturn793592search5

Hier sollte unbedingt gemessen werden.

Nicht schätzen.

Rutenbaulack: möglichst wenig, so viel wie nötig

Der Rutenbaulack versiegelt Wicklung und Ringfuß und schützt die Verbindung vor:

Feuchtigkeit,

Abrieb,

und mechanischer Beanspruchung.

Beim Lackieren gilt allerdings dieselbe Philosophie wie bei der Beringung:

So wenig Masse wie möglich – so viel Schutz wie nötig.

Eine riesige Epoxidkugel über einer kleinen Wicklung bringt keinen funktionalen Vorteil.

Sie erhöht lediglich Gewicht und wirkt bei einer feinen Fliegenrute schnell klobig.

Zwei dünne Lackschichten sind häufig besser als eine dicke

Bei vielen Fliegenruten lassen sich mit zwei kontrollierten dünnen Schichten sehr gute Ergebnisse erzielen.

Die erste Schicht benetzt das Garn vollständig.

Die zweite sorgt für eine gleichmäßige, geschlossene Oberfläche.

Je nach verwendetem Finish und gewünschtem Ergebnis kann das Verfahren variieren.

Entscheidend ist immer die Anleitung des Lackherstellers.

Zweikomponentenlack exakt mischen

Bei klassischem 2K-Rutenbaulack müssen Harz und Härter exakt im vorgesehenen Verhältnis gemischt werden.

Ungenaue Mengen können dazu führen, dass der Lack:

weich bleibt,

klebrig wird,

oder nicht vollständig aushärtet.

Langsam mischen.

Nicht wie Sahne schlagen.

Denn jede unnötig eingebrachte Luft endet möglicherweise später als Blase in der Ringwicklung.

Blank während der Aushärtung drehen

Nach dem Lackauftrag sollte die Rute in einem Rod Dryer bzw. Trocknungsmotor langsam rotieren.

Dadurch verteilt sich der Lack gleichmäßig um den Blank.

Ohne Rotation besteht insbesondere bei größeren Wicklungen die Gefahr von:

Lacknasen,

einseitigem Verlauf,

oder ungleichmäßigen Übergängen.

Gerade in den ersten Minuten sollte jede Wicklung immer wieder kontrolliert werden.

Mit Hitze sehr vorsichtig umgehen

Kleine Luftblasen lassen sich bei manchen Rutenbaulacken mit etwas Wärme reduzieren.

Aber hier gilt:

Weniger ist mehr.

Keine starke offene Flamme direkt unter den Blank halten.

Zu viel Hitze kann das Epoxid verändern und im schlimmsten Fall Blankfinish oder Bauteile beschädigen.

Geduld ist beim Rutenbau fast immer die bessere Lösung als Gewalt.

SnakeBrand oder Seaguide – welcher Ring passt zu welcher Fliegenrute?

Beide Konzepte haben ihre Berechtigung.

SnakeBrand Universal Snake Guides

Die SnakeBrand Universal Schlangenringe sind besonders interessant für:

  • klassische und hochwertige Custom Fliegenruten
  • Forellenruten
  • Glasfaser-Aufbauten
  • leichte bis mittlere Carbonruten
  • Rutenbauer, die möglichst wenig Nacharbeit an den Ringfüßen möchten
Ihre sauber vorgeformten, konischen und gleich langen Füße machen sie besonders montagefreundlich. citeturn793592search6

Seaguide Lightwire Single Foot Guides

Die Seaguide Lightwire Einstegringe eignen sich besonders für:

  • moderne Carbonruten
  • leichte Custom Builds
  • Nymphing- und Performance-Aufbauten
  • minimalistische Beringungskonzepte
  • preisbewusste Rutenbauer
Durch das Single-Foot-Prinzip wird nur eine Wicklung pro Ring benötigt. Gleichzeitig stehen verschiedene Oberflächen zur Verfügung, sodass sich die Beringung optisch sehr gut auf den restlichen Aufbau abstimmen lässt. citeturn687291search0

Es gibt deshalb kein grundsätzliches „besser“.

Es gibt nur den Ring, der besser zu diesem Blank und diesem Aufbau passt.

Die perfekte Beringung soll man am Wasser vergessen

Vielleicht ist genau das das größte Kompliment, das man einer Beringung machen kann.

Du denkst nicht darüber nach.

Die Schnur schießt durch die Ringe.

Der Blank lädt sich.

Die Fliegenschnur rollt aus.

Und wenn ein Fisch nimmt, folgt die Beringung der arbeitenden Rute vollkommen selbstverständlich.

Keine unnötige Masse.

Keine störenden Übergänge.

Keine schiefen Ringe.

Nur Blank, Schnur und Fisch.

Bei MB-Customrods findest du dafür Fliegenruten Ringe und Einstegringe, SnakeBrand Guides, Seaguide Lightwire Ringe sowie Wickelgarne, Rutenbaulacke und Werkzeuge für den kompletten Fliegenrutenbau.

Nimm dir beim nächsten Aufbau lieber eine Viertelstunde mehr für Ringfüße, Ausrichtung und Wicklungen.

Denn genau diese kleinen Details entscheiden am Ende darüber, ob eine selbstgebaute Fliegenrute nur gut aussieht – oder sich wirklich wie ein geschlossenes Gesamtsystem anfühlt.


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